So ist´s richtig....
#1
Das nenn ich mal Zivilcourage.....und genau den richtigen Umgang mit dem Gesocks!
Geniale Idee
Der Tod ist allgemeiner als das Leben......
jeder stirbt, aber nicht jeder lebt.
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#2
Finde ich nicht. Der Geschäftsführer kann ruhig Hotelzimmerbuchungen wieder stornieren lassen. Er hat schließlich Hausrecht. Aber die Begründung der Stornierung ist ebenso willkürlich, wie die ... früher Leute umgebracht haben... (hoffe nun nicht mehr bei Google reinzukommen!)

Nur weil jemand eine schiefe Nase hat, soll man ihn nicht gleich diskriminieren. Auch Neo... sind Gäste wie jeder andere auch. Erst wenn sie sich ungebührlich verhalten, sollte man sie rausschmeissen.

Sollen wir wetten, dass der Herr Geschäftsführer mit anders lautenden Argumenten genauso Zigeuner oder iranische Staatsgäste herausgeworfen hätte...

Geschützmeister: "Wie?! Ihr trefft den Scharfschützen auf dem Turm mit euren Pfeilen nicht?! Dann laßt mich mal ran..."
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#3
Ich finde das Schreiben hervorragend formuliert, muss aber die Intention der Geschäftsführung hinterfragen. Wahrscheinlich ging es nur darum, schlechte Presse zu vermeiden und nebenbei umsonst gut Werbung zu bekommen. Ähnlich haben wir das bei meinem alten Arbeitgeber auch immer gemacht. Ein Thema, dass uns nicht interessiert künstlich zu unserem Interesse gemacht und in die Öffentlichkeit gezerrt.
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#4
Nein Andreas, da hört Toleranz auf.. und wenn ich den Stöpsel aus meiner Wanne gezogen hab, erklär ich dir gern auch warum...
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#5
Amuri schrieb:Nein Andreas, da hört Toleranz auf.. und wenn ich den Stöpsel aus meiner Wanne gezogen hab, erklär ich dir gern auch warum...

Toleranz fängt erst da an wo es einem selbst weh tut.


Das bedeutet das selbst NPD-Mitglieder das Recht haben wie Menschen und nicht wie Aussätzige behandelt zu werden. Wer ein Problem mit ihren Ansichten hat, der soll sich bitte inhaltlich damit Auseinandersetzen und nicht so einen Kinderzirkus veranstalten.
Die aus gutem Grund. Zunächst muss man solche Leute fragen, auf welches Niveau sie sich eigentlich begeben, vielleicht sogar auf das der NPD? Zum anderen Schadens sie der NPD damit wohl kaum, sondern im Gegenteil! Die NPD kann wieder schön an ihrer "Opfer des bösen BRD-Systems"-Masche basteln und hat für die dummen in diesem Land wieder einige neu noch nicht einmal erfunden Belege.

Wenn die Herren clever wären, wären sie auf sein Angebot eingegangen und hätten sich darüber kaputtgelacht, was denn die jüdische Gemeinde mit dem "NPD-Geld" des Hoteliers anfängt.
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#6
Leomar Artred schrieb:Das bedeutet das selbst "diese" Mitglieder das Recht haben wie Menschen und nicht wie Aussätzige behandelt zu werden.
Darin sind wir konform. Es ist mein Job, egal welche Ansichten mein Gegenüber hat, ihn als Mensch zu behandeln & privat pflege ich dies auch zu tun.

Allerdings sollte man sich mit manchen Ansichten inhaltlich auseinandersetzen - und genau dies hat der Hotelchef in meinen Augen gemacht & darauf reagiert (egal, ob es nebenbei Werbung für sein Unternehmen bedeutete). Rechte Politiker vertreten eine Politik, die sich gegen Ausländer richtet. Gegen dieses politische Gedankengut richtete sich das Schreiben.

Also A kein Kinderzirkus, sondern eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Somit bereiten mir Sätze wie:
"Aber die Begründung der Stornierung ist ebenso willkürlich, wie die ... früher Leute umgebracht haben..." oder
"Sollen wir wetten, dass der Herr Geschäftsführer mit anders lautenden Argumenten genauso Zigeuner oder iranische Staatsgäste herausgeworfen hätte..."
übelst im Magen.

B Rechte Politiker werden nicht wie Aussätzige behandelt, wenn sie darauf hingewiesen werden, dass ihre politische Gesinnung sich gegen das Gegenüber richtet.

C Ich versuche auch stets zu vermitteln, dass man nicht auf der einen Seite ausländerfeindliche Parolen äußern kann und auf der anderen Seite in der Pause zum Türken läuft, um Döner zu essen. Von Menschen, die dann noch öffentlich diese Ansichten vertreten, erwarte ich dies ganz zu schweigen. Da hört meine persönliche Toleranz auf. Für mich fängt an diesem Punkt Doppelmoral & Heuchelei an, die man auch ruhig öffentlich machen kann!!!!

(den Namen der Partei gestrichen hab, nicht an googlelei gedacht hab)
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#7
.. und ich bitte persönlich um Toleranz, wenn ich vollkommen untolerant gegenüber ausländerfeindlichen und behindertenfeindlichen Gruppen steh!
Das "rechte" Gedankengut richtet sich nämlich ganz untoleranterweise gegen meine Freunde, Arbeitskollegen, Bekannten & hörgeschädigten sowie ausländischen Kinder/ Jugendliche!!!
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#8
Je mehr man so etwas in die Internetöffentlichkeit zerrt (dass heisst auch, je mehr man das ganze hier diskutiert) desto mehr tut man leider beiden Seiten einen Verbreitungsgefallen, gepaart mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass der der Name dieser blöden Partei nun auch google-mäßig mit LARP verbunden wird.
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#9
VolkoV schrieb:Je mehr man so etwas in die Internetöffentlichkeit zerrt (dass heisst auch, je mehr man das ganze hier diskutiert) desto mehr tut man leider beiden Seiten einen Verbreitungsgefallen, gepaart mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass der der Name dieser blöden Partei nun auch google-mäßig mit LARP verbunden wird.

Jep. Nicht nur deswegen bin ich ein Freund geschlossener Foren.
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#10
Es ist auch immer sehr interessant, wie solche Leute, die die Bundesrepublik Deutschland ablehnen, sich immer dann an die schönen Bürgerrechte dieses Staates erinnern, wenn sie sich in genau diesen Bürgerrechten beschnitten fühlen.
Bitte bedenkt das, wenn ihr diesen Leuten Dinge wie Toleranz und Gleichberechtigung entgegnbringen wollt.

Die Begriffe "Doppelmoral und Heuchelei" bei diesen Jungs treffen es da ganz gut.

Zitat:Wenn die Herren clever wären, wären sie auf sein Angebot eingegangen und hätten sich darüber kaputtgelacht, was denn die jüdische Gemeinde mit dem "NPD-Geld" des Hoteliers anfängt.
Ich hätte kein Problem darin gesehen, deren Geld für etwas sinnvolles auszugeben. Auch wenn da sicher kein Lerneffekt beigewesen wäre, hätte es sicher einigen Schaden wiedergutgemacht.

Ich selbst habe mal im Rahmen einer ökumenischen Vortragsreihe eine Synagoge besucht. Das war abends im Winter. Als die Besichtigung vorüber war, wurden wir darauf hingewiesen, dass es besser wäre das Licht 5min vor dem Gehen auszumachen. Auf eine Nachfrage, wurde uns erklärt, dass dann eventuelle üble Gesellen annehmen würden, es wäre niemand mehr in der Synagoge. Da erfährt man Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus am eigenen Leib. Das hat uns damals alle ziemlich nachdenklich gemacht. Das war 1997. Der Polizeiwagen, der an dem Abend 2mal vorbeigefahren ist, hat diesen Eindruck nur verstärkt.

PS. Ich habe schon viel zu viele Samstage opfern müssen, um bei Demonstrationen dieser und ihrer Anhänger darauf aufzupassen, dass die Stadt Hagen nicht abfackelt. Ich glaube kaum, dass einer von denen für mich je etwas vergleichbares geleistet hat.
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#11
Thalian schrieb:Es ist auch immer sehr interessant, wie solche Leute, die die Bundesrepublik Deutschland ablehnen, sich immer dann an die schönen Bürgerrechte dieses Staates erinnern, wenn sie sich in genau diesen Bürgerrechten beschnitten fühlen.
Bitte bedenkt das, wenn ihr diesen Leuten Dinge wie Toleranz und Gleichberechtigung entgegnbringen wollt.

Ja. will ich. Wer diese Werte nur auf ihm genehme Personen einschränken will ist selbst ein Feind der Freiheit. Sie zeichnen sich eben dadurch aus daß sie universell sind.
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#12
Ist die Frage, wo Menschenrechte aufhören. Meine Menschenrechte werden von solchen Personengruppen ebenfalls eingeschränkt und wenn es nach deren Ansichten gehen würde, noch wesentlich stärker.

Ich klinke mich nun hier aus. VolkoV hat sicherlich recht, dass über diese Personengruppe schon wieder zu viel geredet wurde.
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#13
Das hat etwas von "andere Wange hinhalten" und ist eine sehr universelle, uralte Wahrheit. Leider ist Freiheit ein Konzept, das nur funktioniert, wenn alle das wollen. Und auch hier greift eine andere alte Wahrheit, "einen Tisch im Angesicht der Feinde bereiten". Man sollte allerdings nicht vergessen, dass sie den Mann, dem diese Worte zugesporchen wurden, hingerichtet haben. (Gute Predigt für einen wie mich...)

Ich sehe halt keine große Courage darin, als Hotelkette mit intolerant-kapitalistischen Hintergrund über Toleranz oder Intoleranz zu richten. Ich persönlich würde es nicht tun, außer ich verspreche mir dadurch einen entsprechenden Marketing-Erfolg. Die Veröffentlichung des Briefes zeigt die berechnende Strategie. Toleranz kann man auch einfach und leise vorleben. Und dass der Verfasser des Briefes sich gerade bei Kerner in die Öffentlichkeit drängt, erfüllt mich mit Ekel.

Die Tatsache, dass man sich die Freiheit gönnt, seine Geschäfte nur mit ausgewählten Kunden zu machen, zeugt dagegen aber nicht von Intoleranz sondern von freier Marktwirtschaft. Es wird schon genug Gaststätten geben, die sich hier für jeden noch so radikalen Gast prostituieren.
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#14
Holla....klar, das dass zu Werbung genutzt wird, der Ball liegt einfach zu schön, als dass man nicht damit auf´s Tor ballern würde.
Ok, dass der damit jetzt auch noch bei Kerner hausieren geht, konnte ich nicht wissen, weil ich dieser Dumpfbacke (Kerner) keine sonderliche Beachtung beimesse und ich mir seine Sendezeiten durchaus sinnvoller vertreiben kann.
Ob das Hotel stornieren konnte weiß ich nicht, auch der Hotelier musste das erst rechtlich überprüfen.
Die Idee mit dem Spenden der Einnahmen ist jedoch wirklich gut und trifft diese Gruppe doch wohl an der richtigen Stelle.
Klar kann man auch still und leise kämpfen, dann sollte man aber auf jegliche politisch ambitionierte Musik verzichten, und irgendeinen Grund, warum gerade dieser oder jener besser nicht zu laut klappern sollte findet sich doch auch immer.
Egal, mir hat die Aktion als solche auf alle Fälle zugesagt.

Nebenbei, google mal die beiden Begriffe NPD und Larp gemeinsam und du kommst auf mindestens 42 Seiten mehr oder weniger relevanter Links,dass hat also nicht jetzt mit diesem Beitrag begonnen Wink
Der Tod ist allgemeiner als das Leben......
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#15
Auch wenn diese Menschen für "Doppelmoral und Heuchelei" stehen, sollte man deswegen Werte für sie kompromittieren? An was messen wir uns? Am schlechten Beispiel oder am guten Beispiel? Das ist natürlich mit Zähneknirschen verbunden aber vielleicht muss man sich selbst beweisen das man besser ist und darin sollte man von anderen bestätigt werden. Einsam der "Gute" zu sein ist es was Zivilcourage so schwer macht: Die Furcht möglicherweise allein dazustehen.

Wenn man aber Leute an Ihrer Gesinnung misst, wie weit weg ist dann eine "Gesinnungspolizei"? Wer nach Gesetzen ruft um Gruppierungen besser verbieten zu können, wer denkt daran ob die nächste Regierung dieselben Absichten hat und nicht mit anderen Zielen ganz anderes bewerkstelligt? Man ruft nach einem Schwert und bemerkt das es zweischneidig ist. Niemand will sowas, Gesetze halten aber oft länger als Legislaturperioden, auch wenn das viele Politiker heutzutage vergessen zu haben scheinen.

Um auf den Hotelier zurück zu kommen, so finde ich das sozialer Druck das beste Mittel ist um solche Leute zu bewegen. Insofern ist die Wahl seiner Mittel meiner Ansicht nach gerechtfertigt. Auch wenn ich Volker zustimmen muss das die Publizität des Ganzen nach PR riecht, so gilt das obige: man braucht das Gefühl nicht allein zu sein. Zeichen setzen bedeutet auch das sie sichtbar sein müssen. Trotzdem gehört mehr dazu als nur Zeichen: Aufklärungsarbeit welchen Ideologien solche Leute anhängen und welche Konsequenzen diese haben, statt Selbstbeweihräucherung aufgrund der eigenen Courage.
Gegen nen Dämon um drei Seelen gespielt und gewonnen (.. und betrogen Wink )
Welt geht unter. Küche unbeeindruckt.
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#16
Es gibt viel zu viele Randgruppen, bei denen man nicht weiß, ob man sie tolerieren kann oder nicht. Nur wer wirklich gegen das Gesetz verstoßen hat, sich also schuldig gemacht hat, sollte sanfte Intoleranz erfahren. Sanft, weil solche Menschen in der Regel eine Aburteilung und bereits eine Strafe erfahren haben und nicht in Verbannung, sondern unter uns leben sollen, wenn sie es im friedlichen Sinne wollen.

Zum Thema "Gut" und "Böse" gebe ich zu bedenken, dass das "gute" Russland oder das "gute" Amerika in ihrer Vergangenheit mehr Tote aufgrund von Fremdenhass auf ihrem Konto haben, als das "böse" Deutsche Reich! Stalin alleine hält mit seinen "Säuberungen" glaube ich den perversen Rekord: Offiziell 10 Mio., inoffiziell sollen es bis zu 60 Mio. sein. Im zweiten Weltkrieg sind glaube ich unter den ca. 55 Mio. Toten um die 20 Mio. wegen Fremdenhass ums Leben gebracht worden. Die Definition von "Gut" und "Böse" wird immer vom Gewinner von Konflikten gemacht. Die zu vergessenden Leute unserer dunklen Vergangenheit haben sich damals auch als die "Guten" bezeichnet...

Man korrigiere bitte meine historische Meinung bei Fehlern.

Geschützmeister: "Wie?! Ihr trefft den Scharfschützen auf dem Turm mit euren Pfeilen nicht?! Dann laßt mich mal ran..."
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#17
Meine Meinung:

Wer sich "schuldig" gemacht hat, sollte Strafe erfahren.
Wer in derart grober Weise wie Neonazis Intoleranz, Fremdenhass etc. von sich gibt, dem kann man durchaus ebenfalls mit Intoleranz begegnen.

@Tremor: Du vermischt da was.
Intoleranz gegenüber Personen wegen seit Generationen vergangener Taten ist selbstverständlich Blödsinn. Ich bin als Deutscher ebensowenig Nazi, wie wohl Bill Clinton Indianer-Schlächter...
Aber diese Personengruppe hat ja sehr offensichtlich immer noch die gleichen Intentionen wie ehedem.

Die Frage für mich ist, ob der Hotelier eine Gruppe iranischer Mullahs auf gleiche Art behandelt hätte?

An sich, coole Reaktion.
Das an-die-Öffentlichkeit-bringen der ganzen Sache, hinterlässt allerdings den schalen Nachgeschmack des Publicity-Heischens...
 .  
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#18
Zitat:Die Frage für mich ist, ob der Hotelier eine Gruppe iranischer Mullahs auf gleiche Art behandelt hätte?
Reden wir hier nicht über eine amerikanische Hotelgruppe? Wink
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#19
Naja, zumindest waren die beiden unerwünschten Herren namentlich für ihre historischen und politischen Vorbilder und ihrem sehr guten Kontakt zu gewaltbereiten Subjekten bekannt.
Und es wird schwer sein, heraus zu finden, wann und wie jemand sonst von diesem Hotel/Konzern abgelehnt wird. Aber ich bin dummerweise in manchen Dingen immer noch Optimist und manchmal auch gern ein wenig schadenfroh Wink und in dem Fall ging es - auch wenn es vlt nur ne Publicity-Aktion und ein Nadelstich war - eindeutig an die richtige Adresse.
Der Tod ist allgemeiner als das Leben......
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